Am Sonntag wurde in Wiesbaden die innerparteiliche Vereinigung der „Juden in der AfD“ (JAfD) gegründet – und die Absurdität, vielleicht auch die Durchsichtigkeit dieses Manövers zeigt sich allein beim Blick auf das Wahlprogramm der AfD in Hessen. Zuvor hatten sich die jüdischen Verbände in Deutschland klar von dem Schritt distanziert und die AfD eine „Gefahr für das jüdische Leben in Deutschland“ genannt. Die jüdischen Verbände hätten sich freiwillig Merkels Politik „unterworfen“, sagte Fuhl und spielte auf die finanzielle Förderung durch die Regierung an: „Wes‘ Brot ich ess‘, des Lied ich sing“. Angela Merkel sei es mit ihrer Politik gelungen, die Juden in Deutschland zu „spalten“. Mit der AfD habe zum ersten Mal eine Partei den Einzug in den Bundestag geschafft, „deren Programm sich zusammenfassen lässt mit den Worten: ,Juden raus‘“, hatte Charlotte Knobloch dem „Spiegel“ gesagt.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 07, 2018 19:18 UTC