„Auf einmal“: Die Tote am Ende der Party - News Summed Up

„Auf einmal“: Die Tote am Ende der Party


In Asli Özges Film „Auf einmal“ ist dieser Verdacht so allgegenwärtig und übermächtig, dass er all die anderen Verdachtsmomente in den Schatten stellt, die es in diesem Film auch noch gibt. Eine Familie, die im Ort bestens angesehen ist, und die sich viele Verdienste um das Gemeinwesen erworben hat. Mehr zum ThemaAuf einer ersten Ebene ist „Auf einmal“, der dieses Jahr im Panorama der Berlinale Premiere hatte und durchaus auch in den Wettbewerb gepasst hätte, ein Thriller um ein denkbares Verbrechen. Sie hat sich für „Auf einmal“ von einem türkischen Fall inspirieren lassen, der eben aus den Gründen großes Interesse fand, die von der Regisseurin deutlich als nebenrangig ausgewiesen werden: der Skandal eines delikaten Besuchs, der durch einen unerwarteten Tod unabweisbar wird, ist in „Auf einmal“ eben nur der Anlass für eine Milieustudie, mit der sich Asli Özge zum ersten Mal ein Bild von deutschen Verhältnissen macht. Provinz ist ein ZustandDer dramaturgische Kniff, der „Auf einmal“ sehenswert macht, liegt in der hintersinnigen Weise, in der Asli Özge uns zu Komplizen eines unbescholtenen Mannes macht, der zu einem Helden gar nicht gut taugt.


Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 08, 2016 11:15 UTC



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